Freitag, 24. Mai 2019

Warum wir extra wegen Camp Kwando für eine Übernachtung nach Namibia gereist sind.

Camp Quando ist einen Aufenthalt wert.
Camp Kwando zählte zu den Höhepunkten unserer Afrikarundreise 2013. Mit Guide Soja hatten wir damals eine traumhaft schöne Bootstour auf dem Kwando River erlebt mit bunten Vögeln, Krokodilen, im Abendlicht badenden Flusspferden und Elefanten.

Die Popafalls sind im Winter sehr wasserreich.
An den Popafalls machen wir eine kurze Rast. Leider ist die Stelle, an der wir im Oktober 2013  gebadet haben, im afrikanischen Winter überspült.

Von unterwegs reserviert Bernd telefonisch vier Plätze auf der Bootsfahrt am Nachmittag, denn Camp Kwando hat nur zwei Boote.

Wir schaffen es gerade noch unsere Fahrzeuge abzustellen, da holt uns schon Guide Alfred am Platz ab, alle anderen seien schon auf dem Boot. Alle anderen?? Eine Taruk Reisegruppe hat mit ihrem Guide schon die besten Plätze besetzt. Erwartet hatten wir eine private boat cruise zu viert.  Ich will's kurz machen, die Bootsfahrt war die reinste Kaffeefahrt. Enttäuscht gingen wir vom Boot - ich, selbstredend,  ohne Trinkgeld zu geben.

Seerosen, Bienenfresser, Kormorane und Freigetränke gab es auf der Bootsfahrt reichlich.
Camp Kwando punktet mit gehobenem landestypischen Ambiente und Schweizer Gastlichkeit. Dazu zählt auch ein Restaurant mit täglich wechselndem dreigängigem Menü - eine Rarität auf unseren Stationen, die für Catering seltenst eingestellt sind. Keine Frage also, dass wir uns zum Abendessen anmelden.  Als Vorspeise gibt es Hake Filet, Seehecht, auf den Punkt gegart. Zum Hauptgang steht Game auf der Karte. Serviert wird ein butterzartes Filet vom Kudu.
Plötzlich ertönt ein Hahnenschrei aus der Küche. Wir schauen uns verwundert an: Was war das?
Dreht die Lautsprecher auf laut und ignoriert bitte das missglückte Video:

Wir bekommen a capella vom Feinsten. Ein halbes Dutzend Köchinnen und Kellnerinnen sorgen mit traditionellem Gesang und Tanz  für Stimmung und Gänsehautfeeling. Singen können wie die Afrikaner, das wünsche ich mir nicht zum ersten Mal.

Als wir am nächsten Morgen beim Auschecken die offenen Rechnungen begleichen, sparen wir nicht mit Lob für Küche und Gesang, sagen der Chefin aber auch, wie sehr wir über die Bootsfahrt enttäuscht waren. Denn Wildbegegnungen kann niemand garantieren, aber eine professionelle Durchführung hätten wir für den stattlichen Preis schon erwartet.  Was wir wiederum nicht erwarten konnten, dass uns daraufhin der gesamte Betrag für die Bootscruise erlassen wurde. Herzlichen Dank an Kwando. Es wird uns ein zweites Mal positiv in Erinnerung bleiben.


Es ist nicht bekannt, ob das Hippo mit der Seerose hinter dem Ohr eine Dame ist.






Für die fehlende Wildbegegnung auf dem Quando River  wurden wir auf der Weiterfahrt nach Ihaha reichlich entschädigt. Am Hippopool beobachten wir eine Gruppe großer und kleiner Flusspferde, wie sie mit den ersten Sonnenstrahlen aus ihrem Nachtlager kommen und ihr  Morgenbad nehmen.


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