Nach dem Frühstück hatten wir es gar nicht weit bis zur Grenze, welche sich immer noch im Mapanguwe NP befand. Wer in Afrika schon einmal Grenzen wechseln musste, weiß, was das für eine Prozedur sein kann. Da werden Geschenke für die arme Mutter daheim gewünscht und noch viel mehr. Hier aber war weder auf Südafrika Seite noch auf Botswana Seite auch nur ein Hauch davon zu spüren. Vermutlich auch deswegen, weil wir die einzigen an der Grenze waren. So ein kleiner Grenzposten kann doch wirklich seine Vorteile haben. Die nette Dame mit dem roten Kopftuch inspizierte die Kofferräume und die beiden Kühlschränke und war nicht nur von unserer Disziplin und vorschriftsmässigem Verhalten angetan, sondern auch von der Größe der weißen Männer, vor allem von Bernd. So übersah sie mit einem Lächeln unsere Milch, und das Obst, welches ich nicht im Kühlschrank aufbewarte. Seit mehreren Wochen waren wir die einzigen europäischen Touristen, die diesen Grenzübergang nutzen, vielleicht stimmte das zusätzlich gnädig? Der Grenzpunkt, der gerade neu gebaut wird, stellt sich anscheinend auf mehr Betrieb ein. Vielleicht kann unser Post ein wenig dazu beitragen, sagt dann bitte liebe Grüße von uns. 😜
In regelmäßigen Abständen muss man hier wegen der Gefahr von Maul und Klauenseuche durch Desinfektionsbäder fahren. Dann müssen die Passagiere aussteigen und mit den Schuhen in eine Art Wanne treten um die Sohlen zu neutralisieren. Bernd und Anette zogen das Bad für s Auto anscheinend vor. Der Posten sah sich das in aller Ruhe an und ließ die beiden danach noch zusätzlich in die richtige Wanne steigen. Es hat nicht nur Nachteile wenn man hinten fährt.
Immer noch befanden wir uns im NP der grenzüberschreitend ist. Wir hatten viel Wildansicht. Vor allem waren viele Giraffen unterwegs.
Nach insgesamt knapp 50 Kilometer Sandpiste und Gravelroad hatten wir dann endlich wieder Asphalt unter den Reifen. Bis zum Khama Rino Sanktuary Camp waren es immer noch mehr als 300 Kilometer. Dort kamen wir in der Dämmerung an. Dann heißt es so schnell wie möglich die Zelte aufbauen und Essen kochen, was von Mal zu Mal immer schneller und besser geht. Denn die Nacht bricht herein, dass man denken könnte der große Herr würde die Nacht in Afrika mit einem Eimer ausschütten. Nach einem tollen Essen und einer noch genialeren primitiven Dusche mit heißem Wasser ging es wieder einmal früh aufs Autodach zum Schlafen. 7, 8,9, ja fast bis zu 10 Stunden Schlaf sind bei dieser Reise möglich. Urlaub ist dieses kleine Abenteuer nicht wirklich, denn es heißt auch die Zeit am frühen Morgen zu nutzen. Somit klingelt der Wecker spätestens um 6.00 Uhr wieder. Gute Nacht Afrika.





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