Donnerstag, 23. Mai 2019

Mit Lepang auf den Tsodilo Hills




Der vorgelagerte North Hill

Die Tsodilo Hills sind für Botswana so etwas wie der Uluru für Australien. Die vier Hügel aus Quarzitschiefer gelten als  die Wiege der Menschheit. Mehrere tausende Jahre alte Felsmalereien zeugen von einer frühen Besiedlung durch Vorfahren der San.  Die Gemälde lassen sich am besten mit einem einheimischen Guide entdecken. Lepang ist einer von hier und ein echter Glücksfang. Er besteigt mit uns in afrikanischer Mittagshitze den Male Hill. Dabei erfahren wir jede Menge über die Hills, die schwarze Mamba, aber auch über ihn ganz persönlich. Die schwarze Mamba kommt in Botswana häufig vor. Lepang beschreibt das tödlich giftige Reptil als freundliche Schlange, im Gegensatz zur stets aggressiven Spitting Cobra.

Mit Lepang auf dem Summit

Anette und Bernd ist der Aufstieg zu steil, sie chillen in der Zwischenzeit auf dem Parkplatz.
Nach zwei einhalb  Stunden sind wir von dem 400 Meter hohen Summit wieder zurück.
Gemeinsam besichtigen wir die gut zugänglichen Felsmalereien am Female Hill.

 White Paintings

Nashörner
Die berühmteste Zeichnung, das Zebra, das heutige Logo der botswanischen Nationalmuseen, zeigt er normalerweise nicht. Für uns wagt er die Fahrt durch eine extrem schwierige Tiefsandpiste. Obwohl er keinen Führerschein hat, gibt er Bernd dabei Tiefsandfahrunterricht. Lepang ist ein echtes Multitalent! :-)

Selfie mit Lepang neben dem berühmten Zebra
Jetzt fehlen nur noch die tanzenden Männer, von Alec Campbell  dancing penises genannt.

Die tanzenden Männer 

Gebucht hatten wir nur zwei Trails, am Schluss hat uns Lepang den ganzen Tag durch sein spirituelles Zentrum geführt. Das belohnen wir mit einem großzügigen Trinkgeld, einem Rucksackturnbeutel für seine Wasserflasche und einem Paar Schuhe mit Profil.
Lepang wohnt in einem Dorf, das 5 km vom Gate zum Main Camp entfernt ist. Die Wanderungen starten alle am Museum, bis dahin ist es ein weiteres Stück Fußmarsch. Der 25-Jährige geht  diese Strecke täglich auf Gratwohl zu Fuß. Ein Fahrrad kann er sich nicht leisten. Insgesamt arbeiten hier 15 Wanderguides wie er auf Volunteerbasis. Geld gibt es nur, wenn genügend Touristen da sind. Sonst gehen sie mit leeren Taschen wieder in ihre Dörfer zurück.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen