Freitag, 31. Mai 2019

Leoparden: Auch deshalb mussten wir wiederkommen.

Als wir 2013 Afrika besuchten, stand diese Reise unter dem Motto :"Herzensreise." Dieses Abenteuer hat noch sehr lange in unseren Köpfen nachgewirkt. Viele sagen auch, dass man sich mit dem Afrikabazillus infiziert hat, wenn man noch nach langer Zeit daran zurückdenkt und sich nach einem Wiedersehen sehnt. Die Big Five sind ja bekannt. Und während der ersten Reise blieb uns davon der Leopard schuldig.

Im Unterholz perfekt getarnt. 

Elefant, Nashorn, Löwe und Büffel hatten wir zum Glück zu Gesicht bekommen. Und auch bei dieser zweiten Reise waren uns schon Elefant, dann Büffel und danach Löwe hold. Doch der Leopard ließ wieder auf sich warten. Auf dem Weg von Xakanaka nach Thirdbridge im Okavangodelta sollte es dann endlich passieren. Der frühe Morgen begann ganz in meinem Sinne. Denn kurz nach unserem Start in den Game Drive saßen zwei Weißkopfseeadler auf einem Baum.


Ich liebe Vögel und war daher begeistert. Wir fuhren schon eine ganze Weile weiter, hatten auch eine Zeit lang den gleichen Weg genutzt wie die professionellen Game Driver, leider ohne großen, bzw. ganz besonderen Erfolg. Glück ist bei bestimmten Sichtungen auch immer mit im Spiel. Wir waren hinter Anette und Bernd zurückgefallen und hatten schon den Weg passiert, aus welchem ein Safariwagen kam. Da legte der Fahrer beide Hände wie ein Fernglas an seine Augen und zeigte mit seiner Hand in die Richtung, aus der er kam. Augenblick war mir klar, dass es um etwas besonderes gehen muss. Sofort ging entsprechender Funkkontakt an Bernd und Anette. Diese drehten um und kamen uns nach. Sehr langsam und mit offenen Augen sowie wachen Sinnen folgten wir dem Track, um auch ja nichts zu übersehen. Aber dann standen mit einem Mal, keine 10 Meter neben dem Weg, zwei professionelle Game Drive Fahrzeuge um einen Baum.
Die darin befindlichen Passagiere hatten ihre Kameras und Ferngläser auf das hohe Gras gerichtet. Und dann sahen auch wir die Leopardin samt ihrem Jungen, welche allerdings im Schatten saßen.


Mehr Glück kann man nicht haben. Endlich haben wir es geschafft. Aber jetzt wäre es noch schön, Mutter und Kind auch entsprechend vor die Linse zu bekommen. Das war dann schwerer als man denkt. Und nach einiger Zeit,  dachte Bernd, dass es wohl nichts mehr würde, weil für ein Top Foto die Gegebenheiten denkbar schlecht waren und fuhr weiter.

Renate, die endlich einmal ausgiebig, von dem von mir geschenkten Fernglas Gebraucht macht, ist begeistert. Sie kann sich am Spiel der beiden Tiere nicht satt sehen. Fotografieren ist ohne SafariObjektiv beinahe unmöglich. Dann wechseln die beiden endlich die Richtung und wir stehen in Pole Position. Ich fahre mit dem Auto so weit wie möglich an einen Baumstamm. Endlich kann auch ich sie sehen und versuche Fotos zu machen.

Der kleine Leopard zwickt seine Mutter in den Nacken und plumpst vom Stamm. 
Flink klettert er wieder hoch.

Doch bevor dieses mir zu meiner vollsten Zufriedenheit glückt, haben die beiden ihren Weg fortgesetzt. Nach einem weiteren Platzwechselkommen bekommen wir unser Motiv doch noch im passenden Licht .


Renate und ich schauen uns an und strahlen über das ganze Gesicht. Jetzt haben wir endlich das fehlende Mitglied der Big Five zu Gesicht bekommen! Danke, Afrika! Weiter geht's nach Thirdbridge.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Wie aktiviert man die Elefantentröte?

Im Okavango Delta ist jeder zurückgelegte Meter Game Drive. Vor lauter Fotostopps kommt man kaum vorwärts. So malerisch tierreich ist die Piste entlang von Tümpeln und Lagunen. Zebras und Elefanten stehen zahlreich direkt neben der Piste oder kreuzen vor uns.

Am Wegesrand fotografiert mit einfach Zoom.
Hier findet Hermann heraus, wie man die Elefantentröte auslöst. Elefanten sind gutmütige Tiere, solange man ihnen nicht zu nahe oder in die Quere kommt. Als Limit gelten 5 Meter besser 10 Meter. Bevor ein Elefant angreift, warnt er, indem er sich drohend aufstellt - frontal, breitbeinig, die Ohren weit aufgerichtet. Wenn man sich ihm nach Warnstufe 1 weiter nähert, bläst er zum Angriff. Noch bevor der Elefant in Warnstufe 2 trötet, fange ich an nervös zu werden und herumzumeckern. Beides nimmt Hermann für ein gutes Foto gelassen in Kauf.

Dieser Elefant ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und setzte sein Beautyprogramm gelassen fort.


Von Khwai nach Xakanaxa

Am Morgen wollten wir gerade losfahren, als ein Elefanten auftauchte und seinen Bruder auf unserer ursprünglichen Campsite besuchte.
Wir entschieden uns für die Fahrt entlang des Khwai-Flussufers nach Nordwesten um nicht noch einmal die staubige Transit-Road nehmen zu müssen. Die richtige Entscheidung. Nach 15 Minuten kamen wir an diesem Prachtexemplar von Büffel vorbei.
Um keinen Umweg fahren zu müssen, suchen wir nach einer Stelle um einen Seitenarm des Khwai Rivers zu überqueren. Diese Stelle war definitiv zu tief und wir fahren weiter zum nächst möglichen River Crossing.
Hier kam uns ein anderes Fahrzeug entgegen, der es gut geschafft hatte. Also traute ich mich und fuhr alleine voraus. Anette musste sich dann bei Renate und Hermann reinquetschen, um nicht durch den Fluss waten zu müssen.
Wir können wieder viele Tiere beobachten, wie z.B. diesen Schwarzkopfibis.
Obwohl Flusspferde kaum Feinde haben, müssen auch sie sterben.
Hier sieht man die pragmatische Lösung für zu lange Elefantenrüssel. Einfach seitlich ablegen.
Dann geht es über die Holz-Brücke zum Moremi North-Gate.
Wir kommen zu den Hippo-Pools und beobachten zwei "Red Lechwe"-Böcke, die ihre Kräfte messen.
Und natürlich wieder Hippos.


 
 Und ein Pelikan mit Krokodil 
Elefanten haben Badetag und spritzen sich mit Schlamm nass.
Und bestreuen sich danach noch gut mit Puder.


Als wir schließlich auf unserer Campsite in Xakanaka ankommen, erfahren wir, dass die Elefanten die Wasserrohre beschädigt haben und wir daher kein Waschhaus und keine Toiletten (Ablutions) benutzen können. Naja, das kennen wir ja schon. Hermann und ich packen die Solarduschen aus und wärmen Wasser an der Sonne auf, um zu duschen.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Khwai: Sicher Campen in der Wildnis oder ein Elefant sucht Anschluss

Das wasserreiche Khwai ist Garant für paradiesische Tierbegegnungen.

Flusspferde, Reiher und Waterbuck am River Khwai.
Allem Wasserreichtum zum Trotz ist der Campground völlig unerschlossen. Man campt in der Wildnis. Selbst Brauchwasser ist  mitzubringen. Unser Hilux Wassertank fasst 40 Liter, zusätzlich haben wir noch leere Trinkwasserbehälter  mit Brauchwasser gefüllt. So dass wir uns getrost eine Camperdusche mit 10 Litern erlauben können.

Wer auf die Toilette muss, sucht sich ein einsames Plätzchen im Wald. Größere Geschäfte vergräbt man samt Clopapier oder fackelt letzteres ab. Da hier überall lockerer Sandboden liegt, reicht ein Zweig, um eine kleine Vertiefung zu buddeln.

Unsere Reservierung ist leider vergeben.

Auf dem Ersatzplatz hat ein Elefant sein Zuhause.
In Khwai gibt es gleich zwei Überraschungen. Unser reservierter Platz ist bereits vergeben und auf unserem Ersatzplatz steht mittendrin im Schatten eines Amarulabaumes ein riesiger Elefant, der sich nicht verscheuchen lässt. "Mein Platz," scheint er zu sagen.


Hermann und ich haben uns recht schnell mit der WG abgefunden, das Auto geparkt und die Camperdusche installiert. Der Elefant ist freundlich, scheint Familienanschluss zu suchen. Sein Appetit ist das größte Problem. Von Platznachbarn aus Namibia erfahren wir, dass er unseren Vorgängern auf dem Platz die Äpfel und Orangen weggefressen hat. Velvet Monkeys  haben ihr Übriges dazugetan, so dass die Familie schließlich mit leeren Vorräten verfrüht abreiste.

Hier bleiben wir.

Doch Anette und Bernd haben inzwischen einen neuen Platz organisiert. Der neue Platz gilt als Notplatz, da er direkt am Trampelpfad der Flußpferde liegt. Mir wäre der Elefant lieber gewesen, denn Flusspferde gelten als besonders gefährlich. Also sammeln Bernd und Hermann auf dem bewaldeten Platz genügend Holz, um damit das Lagerfeuer bis zum Morgen am Lodern zu halten. Holzsammeln ist überall streng verboten, aber spätestens bei verpatzter Dienstleistung gelten Hermanns Regeln. Ich wiederhole: spätestens.

Um 6 wird es dunkel. Wir kochen und essen mit Stirnlampen.

In Botswana liegen alle Campsites ungeschützt mitten in der Wildnis. Am Gate erfährt man, was zu beachten ist, damit es zu keinen Angriffen kommt. Gefährlich wird es erst mit der Dämmerung. Zwar ist man in der Dunkelheit vor diebischen Affen sicher, aber dann kommen die nachtaktiven Tiere. Gegen Raubkatzen, Schakale und Hyänen hilft ein Lagerfeuer. Der Rauch hält auch Elefanten und Flusspferde fern.

Im tierreichen Okavango-Delta ist ein Lagerfeuer Pflicht, solange man sich nachts im Freien aufhält. Wir stellen zusätzlich unsere Zelte V-förmig um die Feuerstelle auf und bilden damit auf zwei Seiten eine Schutzmauer gegen wilde Tiere. Wenn dann noch die Dachzeltleitern zum Feuer ausgerichtet sind, ist man sicher.

Von Savuti nach Khwai


Nach der aufregenden Begegnung mit einem Rudel von 8 Löwen, begeben wir uns auf die Fahrt von Savuti nach Khwai. Es geht durch endlose Mopanewälder auf schmalen Fahrbahnen aus teilweise tiefem Sand mit vielen Wellen und Furchen. Da wir uns am Morgen noch vor dem Frühstück zum Savuti Wasserloch aufgemacht hatten, übermannte uns irgendwann der Hunger und wir haben kurzerhand am Wegesrand angehalten. Natürlich schauen wir uns erst mal gründlich im Grasland nach Löwen um, bevor wir alles auspacken, um unser bewährtes Porridge mit Obst zu kochen. Dieses Mal konnten wir uns ohne Besucher stärken.
Weiter geht es über die Transit-Road zum Khwai Office, um uns für unsere Campsite zu registrieren. Die Transit-Road ist eine recht staubige Angelegenheit und das hinten fahrende Fahrzeug muss mit ordentlichem Abstand fahren oder die Scheiben geschlossen halten, damit die Insassen nicht am Staub ersticken.
Beim Khwai Village beobachten wir, wie bei einem der typischen Rundhäuser das Reed-Dach gedeckt wird. Im Vordergrund steht das Grundgerüst für ein neues Haus.
Am Straßenrand ist Brennholz zum Verkauf gestapelt und wir kaufen den Bedarf für die nächsten paar Tage ein. Sofort tauchen Kinder auf, die um Süßigkeiten betteln. Hermann hat immer noch einen kleinen Vorrat um ein Kind glücklich zu machen.
Von Khwai Village geht es zurück auf der Transit-Road zur Khwai Community Campsite "Magotho No. 4". Plötzlich überquert ein Straußenpärchen vor uns die Straße und verschwindet auf der anderen Seite im Gebüsch.
Der Magotho Campground liegt am Khwai River in vollständiger Wildnis mit unglaublich vielen Wildtieren und hat weder einen Zaun, noch ein Wachhaus oder Toiletten. Gleich nach der Ankunft begeben wir uns auf einen Game-Drive entlang des Khwai Rivers.
Ganz niedlich sind die vielen Ellipsen Waterbucks, aber man findet am Ufer auch 2-3 Meter lange Krokodile, die sich in der Sonne wärmen.
Während der Fahrt bemerken wir, dass an Hermanns Fahrzeug das Reserverad lose hin und her schwingt. Die Camper aus Namibia auf der Nachbar Campsite kannten das Problem beim Toyota Hilux schon und hatten das gleich behoben.
Weiter ging es am Khwai River und wir kamen bei einer großen Gruppe von Hippos vorbei die aus ca. einem Dutzend Tieren bestand.
Besonders lustig ist es, den Giraffen beim Trinken aus dem Fluss zu zu schauen.
Als wir schließlich zu unserer Campsite zurück kamen, erwartete uns eine nette Überraschung, über die Renate einen Blogbeitrag geschrieben hat (@Post von Renate).
Am Donnerstag den 30. Mai ging es dann weiter zum Camp Xakanaxa (@Post von Bernd)

Savuti: Alle Achte


Fotografiert von Meister Bernd bfy.

Wer Löwen sehen will, muss früh aus den Federn. Mit dem ersten Tageslicht verlassen wir unsere Campsite Paradise No 14 im Savuti N.P. mit Richtung Rhinoflat. Am Waterhole beobachten wir Vögel und einen durstigen Schakal und setzen bald unseren Gamedrive durch die Rhinoflat Richtung Khwai fort.

Traumhafte Sonnenaufgänge belohnen den frühen Vogel.

Plötzlich stoppt Hermann. "Da sitzt doch ganz klar ein Löwe", sagt er. Jetzt erkenne auch ich ihn.
Nur ein Jäger entdeckt hier beim Vorbeifahren einen Löwen.

Mit dem Funkgerät informieren wir Anette und Bernd. Bis die beiden zurückgekommen sind, ist bereits ein zweiter Löwe aufgetaucht. Ein Dritter, ein Vierter, nacheinander kommen die Löwen aus ihrem Nachtlager und begrüßen den neuen Tag.

Fotografiert von Meister Bernd bfy.

Es sind Löwinnen mit ihrem Nachwuchs. Auch junge Löwen mit sprießender Mähne sind darunter; noch werden sie in der Gruppe geduldet. Bald wird der Löwe sie als männliche Konkurrenten aus seinem Revier vertreiben und es gilt sich im harten Überlebenskampf in der Kalahari selbst zu behaupten.

Junger Löwe by bfy

Wir sind den Löwen teilweise zum Greifen nah.

Ein junger Löwe schnuppert an unserem Hinterrad.

Spielerisch balgen sich die Löwen. Was für ein großartiges Spektakel!


Zwei springen aneinander hoch. (bfy)

By bfy


By bfy

Einige Zeit verfolgen wir die Löwen mit unseren Fahrzeugen dabei, wie sie durch das Steppengras streunen. Immer wieder verschwinden sie in den Büschen und tauchen auf der anderen Seite neu auf. Schließlich entfernen sie sich. Eine
alte Löwin markiert das Ende. 

By bfy


Tatsächlich haben wir wie angeküngigt acht Löwen gezählt.

Dienstag, 28. Mai 2019

Savuti: Auf Triplepanne folgt Löwenglück


Hermann kann alles besser, auch Panne. Auf dem Weg von Kasane nach Savuti bleiben wir gleich auf den ersten Metern der berüchtigten  Tiefsandpiste stecken. Der Toyata Hilux hat leider eine Besonderheit, die seine Bodenfreiheit zusätzlich einengt: das zweite Reserverad ist am Unterboden angebracht. Mit diesem Ersatzrad bleiben wir auf dem Sandwall zwischen den beiden ausgefahrenen Spuren hängen. Hermann lässt zunächst kräftig Luft ab.


Dann kommt die Schaufel zum Einsatz. Hermann schaufelt nur die Hinterräder frei, weil er sich rückwärts freifahren will.


Er startet zuversichtlich. Fehlanzeige. Jetzt wird der Highrack ausgepackt. Kapitän Bernd hat die Piste vor uns ohne große Probleme passiert und erkundigt sich, ob er helfen kann. Wir bitten ihn zu warten, wo er ist. Auf dieser Piste fährt man nicht ohne Not zurück.
Während Hermann den Wagen mit dem Highrack anhebt, kommt ein professioneller Game-Drive vorbei. Als er aber sieht, dass Hermann weiß, was zu tun ist, fährt er weiter. Ich habe inzwischen am Rand Holz gesammelt, welches wir zusätzlich unter die gehobenen Rückreifen schieben. Dann entfernt Hermann den Highrack und startet. Dieses Mal erfolgreich. Wir surfen wieder!
Wenige Bodenwellen später sitzen wir erneut fest. Als Hermann die Räder freigräbt, schließen hilfsbereite Holländer mit ihrem Toyata Landcruiser auf. Ihr Angebot, uns herauszuziehen, nehmen wir gern an. Dazu müssen sie uns zunächst neben der Piste überholen. Beim Überholen schert das Heck aus und das Ersatzrad schrammt uns. Der rückwärtige Scheinwerfer wird dabei beschädigt, ist aber noch einsatzfähig.


Unbeirrt zieht Frank uns aus dem Sandloch. Natürlich haben wir das gleiche Ziel, das Savuti Camp.

Am Gate zum Savuti tauschen wir die Personalien aus für die Versicherungen. Beide Fahrzeuge sind all inclusive versichert. Das ist bei diesen Strecken mit einem Mietwagen auch nicht anders zu empfehlen.


Nachdem wir uns am Gate angemeldet haben, brechen wir direkt auf den ersten Game-Drive auf. Hermann und ich erkennen Savuti nicht wieder. Wir erinnern uns an riesige Tierherden in einer wasserreichen Lagune. Jetzt ist alles trocken und verdörrt bis auf drei verschlammte Wasserlöcher. Botswana erlebt nach einer viel zu kurzen Regenzeit einen ungewöhnlich trockenen Winter. Viele Sümpfe sind jetzt schon so ausgetrocknet wie sonst frühestens im Juli oder August.

Am Wasserloch warten wir mit anderen auf die Löwen.

Es habe eine Gruppe mit acht Löwen im Park, sagt man uns. Unser erster Game-Drive im Bereich der Rhinoflat, da wo die Löwen seit Tagen immer wieder gesichtet werden,  ist erfolglos.

Es ist schon dunkel, als wir unsere Dachzelte aufschlagen. Duschen fällt heute aus. Denn bei Dunkelheit darf man im Savuti die Ablution, das Waschhaus also, nur noch mit dem Auto aufsuchen.


Einzig Hermann duscht noch mit seiner Campdusche. Beim Schaufeln in der Mittagshitze hat er schließlich mächtig geschwitzt. Wir anderen waschen uns neben der Feuerstelle in der Waschschüssel. In dieser Nacht kommt der erste Traveljohn, ein Reiseurinal, zum Einsatz. Nächtliche Toilettengänge sind im Löwenland viel zu gefährlich. Die Nacht ist voller Geräusche. Wir hören Löwen. Ob wir sie morgen auch sehen werden?