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| Im Unterholz perfekt getarnt. |
Elefant, Nashorn, Löwe und Büffel hatten wir zum Glück zu Gesicht bekommen. Und auch bei dieser zweiten Reise waren uns schon Elefant, dann Büffel und danach Löwe hold. Doch der Leopard ließ wieder auf sich warten. Auf dem Weg von Xakanaka nach Thirdbridge im Okavangodelta sollte es dann endlich passieren. Der frühe Morgen begann ganz in meinem Sinne. Denn kurz nach unserem Start in den Game Drive saßen zwei Weißkopfseeadler auf einem Baum.
Ich liebe Vögel und war daher begeistert. Wir fuhren schon eine ganze Weile weiter, hatten auch eine Zeit lang den gleichen Weg genutzt wie die professionellen Game Driver, leider ohne großen, bzw. ganz besonderen Erfolg. Glück ist bei bestimmten Sichtungen auch immer mit im Spiel. Wir waren hinter Anette und Bernd zurückgefallen und hatten schon den Weg passiert, aus welchem ein Safariwagen kam. Da legte der Fahrer beide Hände wie ein Fernglas an seine Augen und zeigte mit seiner Hand in die Richtung, aus der er kam. Augenblick war mir klar, dass es um etwas besonderes gehen muss. Sofort ging entsprechender Funkkontakt an Bernd und Anette. Diese drehten um und kamen uns nach. Sehr langsam und mit offenen Augen sowie wachen Sinnen folgten wir dem Track, um auch ja nichts zu übersehen. Aber dann standen mit einem Mal, keine 10 Meter neben dem Weg, zwei professionelle Game Drive Fahrzeuge um einen Baum.
Die darin befindlichen Passagiere hatten ihre Kameras und Ferngläser auf das hohe Gras gerichtet. Und dann sahen auch wir die Leopardin samt ihrem Jungen, welche allerdings im Schatten saßen.
Mehr Glück kann man nicht haben. Endlich haben wir es geschafft. Aber jetzt wäre es noch schön, Mutter und Kind auch entsprechend vor die Linse zu bekommen. Das war dann schwerer als man denkt. Und nach einiger Zeit, dachte Bernd, dass es wohl nichts mehr würde, weil für ein Top Foto die Gegebenheiten denkbar schlecht waren und fuhr weiter.
Renate, die endlich einmal ausgiebig, von dem von mir geschenkten Fernglas Gebraucht macht, ist begeistert. Sie kann sich am Spiel der beiden Tiere nicht satt sehen. Fotografieren ist ohne SafariObjektiv beinahe unmöglich. Dann wechseln die beiden endlich die Richtung und wir stehen in Pole Position. Ich fahre mit dem Auto so weit wie möglich an einen Baumstamm. Endlich kann auch ich sie sehen und versuche Fotos zu machen.
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| Der kleine Leopard zwickt seine Mutter in den Nacken und plumpst vom Stamm. |
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| Flink klettert er wieder hoch. |
Doch bevor dieses mir zu meiner vollsten Zufriedenheit glückt, haben die beiden ihren Weg fortgesetzt. Nach einem weiteren Platzwechselkommen bekommen wir unser Motiv doch noch im passenden Licht .
Renate und ich schauen uns an und strahlen über das ganze Gesicht. Jetzt haben wir endlich das fehlende Mitglied der Big Five zu Gesicht bekommen! Danke, Afrika! Weiter geht's nach Thirdbridge.





















