Wir starteten unsere anspruchsvolle Fahrt in Maun. Dieses sollte mit die staubigste Angelegenheit während unserer Reise werden. Zum ersten Mal müssen wir wirklich beachtlichen Abstand zum Vordermann halten, weil man oft keine 5 Meter weit sehen kann.
Man muss erst lange offroad fahren, bevor man die erste Salzebene erreicht. Und der passende Einstieg in den Track hat laut Reiseführer schon so manchem Reisenden ordentlich Nerven gekostet. Bei uns klappt es zwar nicht beim ersten Mal, aber bald ist Roadcaptain Bernd mit seiner Anette durch so manche Hinterhöfe auf dem passenden Track gelandet, der alles andere als wie die Hauptroute aussieht. Aber die Mühe lohnt sich! Nach einem kurzen Fotostopp auf der verkrusteten Salzpfanne, setzen wir unsere Fahrt über die schneeweiße Piste Richtung Sowa Pan fort.
Im Südwesten der Sowapan liegt Kubu Island, eine kleine Granitfelsinsel im Salzpfannenmeer. Kubu Island ist nicht nur berühmt für seine malerische Lage, sondern auch für den Sternenhimmel.
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| Kubu Island: Dort, wo jetzt eine Salzpfanne ist, war vor 10.000 Jahren ein See. |
Der Tag neigt sich dem Ende zu und wir sind immer noch auf dem Weg nach Kubu Island. Der Sonnenuntergang fordert noch ein paar Fotostopps und so kommen wir wirklich im letzten Licht an.
King George, wie sich der Campmitarbeiter bei Bernd und Anette vorstellt, springt auf's Fahrertrittbrett und navigiert uns zum Platz. Wieder einmal heißt es hurtig die Zelte aufbauen und kochen.
Nach dem Essen und Abspülen geht es schnell ins Bett. Da auch dieser Platz sehr spartanisch ausgestattet ist und über keine Duschen verfügt, verschwinden die anderen 3 nach einer Katzenwäsche und Zähneputzen ins Zelt. Mir ist nach diesem Tag aber noch nach einer Dusche. Somit befülle ich meine Solardusche (schwarzer Duschsack) mit dem Wasser aus dem im Wagen eingebauten Tank (40 Liter) und habe unter einem faszinierenden Sternenhimmel eine sehr erfrischende Dusche. Bei diesen Außentemperaturen fragen sich Bernd und Anette oft, wie das möglich ist. Renate kennt das in der Zwischenzeit schon zur Genüge. Dann krabble auch ich ins Zelt und schlafe im Nu ein. In manchen Augenblicken ist es doch von Vorteil wenn man in einem alten, kalten und primitiven westfälischen Haus mit hartgesottenen Eltern aufgewachsen ist.
Morgens ging es ohne Frühstück um 6.00 Uhr auf die Ostseite der Felseninsel zum Sonnenaufgangsspot, wo auch immer dieser für jeden einzelnen lag. Geschmäcker sind bekanntlich sehr unterschiedlich, daher entschied man sich für verschiedene Standorte, um die Baobabs (Affenbrotbäume) im entsprechenden Licht zu bekommen. Dafür ist dieses Eiland bekannt.
Danach trafen wir uns an den Wagen wieder und wollten in der Salzpfanne frühstücken. Mir fiel sofort der feuchte Fleck unter dem Motor auf. Nein, reines Wasser war das nicht. Rötlich war nur die Kühlerflüssigkeit und dort fehlte auch was im Ausgleichsbehälter. Aber jetzt wurde erstmal gemütlich Nahrung aufgenommen. Anette hatte schon flink hochgerechnet, dass bei der Anzahl an Tropfen in 10 Sekunden der Kühler in einer Stunde einen Verlust von 0,8 Liter hätte. Wir hatten genug Wasser an Bord und nach der Auffüllung ging es Richtung Ausgang Pan, der ca 80 Kilometer weit entfernt lag.
Beim nächsten Stop an einem Veterinärtor stellte ich erleichtert fest, daß wir während der Fahrt mit warmem Motor, vermutlich wegen der Ausdehnung von Metall, keinen Tropfen Wasser verloren. Glück muss man haben und Gottes Segen, für den wir uns am Ende eines jeden Tages kräftig im Gebet bei ihm bedankten.












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