Mittwoch, 5. Juni 2019

Big Five Finale im Marakele Nationalpark



Unsere letzten beiden Nächte verbringen wir im Marakele Nationalpark in Südafrika, 250 km nördlich von Johannesburg. In diesem Schutzgebiet leben alle Big Fives. Vier haben wir bereits gesehen, nur Rhinos fehlen uns noch. Die kommen hier angeblich hin und wieder sogar auf die Bontle Campsite, wo wir uns passenderweise den Rhino Standplatz ausgesucht haben.

Bis wir die Rhinos von hinten sehen, können wir sie in aller Ruhe fotografieren und beobachten.
Es ist sehr leer hier, insgesamt teilen wir uns den großen schattigen Platz und die ausgezeichneten Sanitäranlagen mit zwei weiteren Camperehepaaren.

Sobald die Sonne untergeht, ist auch klar, warum. Der ca 1200 Meter hoch gelegene Nationalpark, umgeben von einer Bergkette, kann im Winter den Gefrierpunkt erreichen. Ganz so schlimm ist es nicht, unsere Nächte sind aber mit 5 Grad auch schon sehr kalt fürs Campen. Tagsüber ist es jedoch wunderbar sonnig bei 28 bis 30 Grad.


So sah's nachts im Nachbarzelt aus.
Gleich am Nachmittag machen wir einen Game Drive, Fokus auf Nashorngrau. Aber außer wenigen Impalas, Kudus, Zebras, Gnus und einem Oryx  finden wir nichts. Der dichte Wald bietet kaum Einblicke. An den zahlreichen Wildwechseln, Losung auf den Wegen und dem Verbiss sieht man aber, dass es viel Wild geben muss.


Lenong View Point
Auf dem Lenong hat man ein tolles Bergpanorama.

Das Frühstück am nächsten Morgen verschieben wir auf unser erstes Ziel, den 1900 Meter hoch gelegenen Lenong View Point. Dort kann man in der Thermik der frühen Morgenstunden Geier beobachten. Die Geier waren allerdings die früheren Vögel, denn wir erleben die Show nur noch von der engen und steilen Aufstiegsstraße aus.


Frühstück auf dem Lenong.
Direkt am Aussichtspunkt bereitet Bernd den letzten in der Konsistenz längst perfektionierten Porridge zu. Dazu gibt es die letzte Schüssel Obstsalat.




Das Wild gibt sich hier sehr bedeckt.
Auf der Rückfahrt vom Lenong zum Campground erleben Hermann und ich einen weiteren extrem tierarmen Game Drive und geben frustriert auf. Anette und Bernd sind schon vor uns auf dem Platz und wollten uns bereits mit dem Funkgerät informieren, dass wir Besuch bekommen haben. Was für eine Überraschung! Direkt neben unserem Standplatz grasen Mutter und Kind Rhino!











Später schaut noch ein Straußenhahn mit zwei Hennen vorbei.

Im weichen Abendlicht grasen Antilopen in der Steppe und ein Gnu, schwarz wie die Nacht, die uns umgibt, beobachtet uns beim Kochen. Als wir schon im Bett liegen, galoppiert der Gnu, durch irgendetwas aufgeschreckt, an unseren Fahrzeugen vorbei auf und davon.


Das Feuer wärmt uns und spendet Licht.


Unsere Rundreise und damit auch unsere Vorräte gehen zur Neige. Das Abendessen gleicht einer Abschiedsparty. Es gibt Mittelmeergemüse Ratatouille mit reichlich Schältomaten, aber zu wenig Kartoffeln. Als Sättigungsbeilage röstet Hermann altes Brot knusprig in der Pfanne mit Olivenöl, denn die Butter ist alle. Dazu gibt es Oliven aus dem Glas und Fetakäse. Im Cooler ist noch eine Dose Schweppes Tonic Water für jeden. Gut, dass wir noch genügend Brennholz haben. Wir wärmen uns am Lagerfeuer und trinken heißen Roiboschtee, damit uns die Finger beim Bloggen nicht steif werden.

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